Ratgeber · Vorratsschädlinge

Reiskäfer und Rotbrauner Reismehlkäfer: erkennen und richtig handeln

Sie öffnen einen Sack Reis oder eine Kiste Mehl, und darin krabbeln kleine braune Käfer. Häufig steckt eine von zwei Arten dahinter: der Reiskäfer oder der Rotbraune Reismehlkäfer. Beide kommen in Lebensmittelbetrieben vor, aber sie leben unterschiedlich. Ähnlich wie der Reiskäfer sieht auch der Kornkäfer aus. Welche Art es genau ist, bestimmt Ihr Schädlingsbekämpfer. Das entscheidet darüber, wo Sie suchen müssen.

Lesezeit 3 Min. · Stand Oktober 2026
Gestapelte, unbedruckte Säcke mit Reis und Mehl auf einer Holzpalette im Rohwarenlager, die Gewebestruktur im warmen Seitenlicht eines Fensters.
InhaltSo unterscheiden Sie die beidenWarum der Unterschied wichtig istWas Sie jetzt tun solltenSo beugen Sie vor

So unterscheiden Sie die beiden

Reiskäfer
Aussehen
rot- bis dunkelbraun, meist mit vier helleren Flecken auf den Flügeldecken, deutlicher Rüssel am Kopf
Wo er lebt
in ganzen Körnern: Reis, Weizen, Mais, auch in Teigwaren
Typische Spur
ausgehöhlte Körner mit kleinen, runden Schlupflöchern
Rotbrauner Reismehlkäfer
Aussehen
rotbraun, flach, ohne Rüssel
Wo er lebt
in Mehl, Grieß, Bruch und Staub, auch in Ritzen von Maschinen und Regalen
Typische Spur
Laufspuren im Mehl; bei stärkerem Befall klumpiges, rosa verfärbtes Mehl mit stechendem, muffigem Geruch

Warum der Unterschied wichtig ist

Der Reiskäfer entwickelt sich im Inneren des Korns. Von außen sieht man den Befall oft erst, wenn die neuen Käfer sich herausfressen. Deshalb gehört beim Reiskäfer vor allem die angelieferte Ware auf den Prüfstand.

Der Reismehlkäfer braucht kein ganzes Korn. Er lebt von Resten und Staub. Darum findet man ihn oft auch dort, wo gar keine Ware mehr liegt: in Ecken, unter Regalen und in Anlagen.

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Betroffene Ware absondern und dicht verschließen. Nicht einfach umfüllen, sonst verteilen Sie den Befall.
  2. Notieren, wo und wann Sie die Käfer gefunden haben, möglichst mit Foto und Charge.
  3. Benachbarte Ware und Regale prüfen, auch Ritzen und Böden.
  4. Ihren Schädlingsbekämpfer rufen. Er bestimmt die Art sicher und legt fest, wie behandelt wird.
  5. Nicht selbst mit Insektensprays arbeiten. Wie behandelt wird, entscheidet Ihr Schädlingsbekämpfer.

So beugen Sie vor

  • Wareneingang kontrollieren: Säcke und Kartons auf Löcher, Staub und Käfer ansehen.
  • Ältere Ware zuerst verbrauchen.
  • Offene Ware in dicht schließenden Behältern lagern.
  • Regale, Böden und Maschinen regelmäßig von Mehlstaub und Resten befreien.

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